
Freiwilliges Jahr in der Meereschemie
Mein FJN mache ich in der Sektion Meereschemie in der Arbeitsgruppe Umweltrelevante Spurengase.
Dort arbeite ich zum Großteil an der Purge-and-trap-Machine, welche die Konzentrationen der Treibhausgase Methan und Lachgas in Wasserproben misst. Dabei gibt es mal mehr, mal weniger zu tun, abhängig davon, ob gerade z.B. eine Monitoringfahrt war und neue Proben da sind. An manchen Tagen arbeite ich im CO2-Labor. Dort werden die Alkalinität, der pH-Wert und der Anteil an gelöstem anorganischen Kohlenstoff in den Proben ermittelt. Hier gibt es meist auch immer etwas zu tun, wie Gläser spülen oder sortieren.
Im ersten Monat des FJNs konnte ich nicht ins Labor, weil ich noch nicht 18 war. Dies hat mir die Gelegenheit gegeben durch die vielen Bücher zu stöbern, die meine Betreuer mir bereitstellten. Neben den biogeochemischen Prozessen der Ostsee, habe ich viel über Küstenmanagement gelernt und in Themen reingeschnuppert die mich interessierten.
Auch jetzt ist mein Betreuer an einem Tag in der Woche im Homeoffice und ich habe Zeit im Büro. In der ersten Hälfte des Jahres wird einem hier viel Freiraum gegeben wie man diese Zeit nutzt. Man könnte sich z.B. Programmieren beibringen oder rumfragen, ob man jemandem bei seiner Arbeit zusehen oder helfen darf. In der zweiten Hälfte des Jahres wird versucht, ein Projekt zu finden an dem man gezielter arbeiten kann. Außerdem ist es gelegentlich möglich Forschende bei Feldarbeit oder Forschungsfahrten zu begleiten.
Insgesamt ist das FJN eine tolle Gelegenheit einen Einblick in ein wissenschaftliches Institut zu bekommen, sich in der Arbeitswelt auszuprobieren und mal praktisch zu arbeiten.
Obwohl man an dieser Stelle in der Sektion Meereschemie arbeitet, begrenzt sich das FJN nicht nur auf diesen Fachbereich. Durch die interdisziplinäre Forschungsweise des IOW und den Austausch mit Freiwilligen in anderen Sektionen, bekommt man hier auch gut einen Einblick in andere Forschungsfelder.