
Freiwilliges Jahr in der Physikalischen Ozeanographie
Nach dem Abitur stellt sich vielen Schülerinnen und Schülern die Frage danach, wie es nun weitergehen soll. Welches Studium interessiert mich? In welche Stadt will ich ziehen? Was möchte ich später beruflich machen?
Als auch bei mir diese Fragen aufkamen, bin ich während meiner Suche nach Antworten auf ein Freiwilliges Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) gestoßen. Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung sprach mich als Einsatzstelle besonders an, denn es bietet als Forschungsinstitut die Möglichkeit den Arbeitsalltag in der Forschung kennenzulernen und in verschiedene naturwissenschaftliche Themengebiete einzutauchen. Somit kann ich während meines Freiwilligenjahres hier viele Eindrücke sammeln, die mir bei meiner Zukunftsplanung weiterhelfen.
Mein Einsatzbereich ist das interdisziplinäre Flachwasserforschungsprojekt „S2B“ (shore to basin – von der Küste ins Becken), an dem alle Abteilungen beteiligt sind. Ziel des Projekts ist es, die Prozesse in Flachwassergebieten zu erfassen und zu verstehen, welche Bedeutung sie für die Ökosysteme der gesamten Ostsee haben.
Als Freiwillige habe ich hier die Chance mich mit der Arbeit der unterschiedlichen Forschungsabteilungen vertraut zu machen und viele verschiedene Einblicke in Forschung zu erhalten. In Gesprächen mit den Forschenden erfuhr ich, wer am S2B-Projekt beteiligt ist, an welchen Themen gearbeitet wird und welche Fragestellungen dabei im Mittelpunkt stehen. Anschließend bekam ich die Aufgabe ein Infoschild zu einer geplanten Messstation im Flachwasser vor Nienhagen, die kontinuierlich Daten erheben soll, zu erstellen. Dazu habe ich passende Texte verfasst und einen Entwurf für die Schautafel ausgearbeitet, welche die Ostseetouristinnen und -touristen künftig über die Flachwasserforschung informieren soll.
Praktische Erfahrungen konnte ich bisher durch die Mithilfe bei einem Experiment sammeln. Dabei wurde mir der Umgang mit 3D-Druckern nähergebracht, sodass ich eine eigene Halterung für ein Sauerstoffmessgerät entwerfen und drucken konnte. Außerdem habe ich mich mit der Funktionsweise des Messgeräts auseinandergesetzt und geholfen die im Experiment erhobenen Daten auszuwerten. Aus diesen Informationen habe ich eine Präsentation erstellt und das Experiment während eines Arbeitsgruppentreffens vorgestellt.
Zusammenfassend bietet mir das IOW die Möglichkeit, vielfältige Einblicke in die Themengebiete und Methoden der Meeresforschung zu gewinnen. Durch meine Einbindung in die laufende Arbeit bekomme ich einen guten Einblick davon, wie das Institut funktioniert und was den Arbeitsalltag in der Forschung ausmacht. Besonders schön finde ich auch den Austausch mit den anderen Freiwilligen. Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und sich gegenseitig zu unterstützen, macht nicht nur Spaß, sondern hilft auch, sich am IOW einzufinden. Dadurch entsteht gleichzeitig schnell ein gutes Gemeinschaftsgefühl, das den Arbeitsalltag bereichert.