
Pressemitteilungen
Verräterische Furchen: Was der Ostseegrund über die Schleppnetzfischerei preisgibt
Wie stark belastet die Grundschleppnetzfischerei den Meeresboden der Ostsee – und wie schnell erholt er sich davon? Zwei neue Studien des IOW zeigen, dass die Spuren am Meeresgrund ein genaueres Bild der tatsächlichen Belastung liefern als Schiffspositionsdaten allein. Mit hochauflösenden Echolotmessungen und KI machen die Forschenden bislang unzureichend erfasste Eingriffe sichtbar. Zudem fanden sie deutliche Hinweise auf Fischereiverstöße in einem Meeresschutzgebiet.
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Mikroplastik in Sedimenten als Referenzpunkt menschlicher Aktivität
In einem kürzlich in der Fachzeitschrift Earth-Science Reviews erschienenen Übersichtsartikel berichten Forschende des IOW und der Universität Leicester (Großbritannien), wie sich Sedimentablagerungen im Laufe der Jahrzehnte durch den Menschen verändert haben. Die Forschenden schlagen vor, kleine Plastikpartikel im Sediment als Marker für das sogenannte Anthropozän (ein vorgeschlagenes neues, durch den Menschen geprägtes Erdzeitalter) zu nutzen.
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Planetary Health Check 2026: Warum ein intakter Meeresboden für das Erdsystem zählt
Der Meeresboden ist Lebensraum, Kohlenstoffspeicher und Schaltstelle für globale Stoffkreisläufe, doch menschliche Eingriffe reichen heute von der Küste bis in die Tiefsee. Fischerei, Rohstoffabbau, Schifffahrt und Infrastruktur zerstören Lebensgemeinschaften, wirbeln Sedimente auf und mobilisieren gebundenen Kohlenstoff. Mit einem neuen Kapitel zu „Seafloor Integrity“ – erstellt von Forschenden des IOW, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung – rückt der Planetary Health Check 2026 die Meeresbodengefährdung und die Bedeutung für das Erdsystem erstmals umfassend in den Fokus.
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Ökosysteme lesen wie ein Buch: KI-Methode macht verborgene Muster in mikrobiellen Gemeinschaften der Warnow sichtbar
Mikrobielle Gemeinschaften reagieren sensibel auf Umweltveränderungen, doch ihre enorme Vielfalt macht ökologische Muster schwer erkennbar. Ein Forschungsteam des IOW zeigt nun, dass sich eine ursprünglich für Textanalysen entwickelte KI-Methode erfolgreich zur Untersuchung komplexer Umweltproben einsetzen lässt. Das Verfahren bewahrte ökologische und funktionelle Informationen ähnlich gut wie klassische Verfahren und war diesen teilweise sogar überlegen.
Aktionstag zum Internationalen Tag der Meeresschutzgebiete in Warnemünde
Anlässlich des Internationalen Tages der Meeresschutzgebiete beteiligt sich das IOW am 1. August 2026 in Warnemünde an einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisierten Programm an mehreren Ostsee-Standorten. Eine Mitmachaktion am Strand am Nachmittag lädt zum Erkunden von Probennahme-Methoden und zum Entdecken der oftmals unbekannten Flora und Fauna in der Strandzone ein; parallel ist die Ausstellung in der IOW-Villa geöffnet. Ab 18 Uhr folgt die BfN-Abendveranstaltung „Wissen schafft Schutz – Abtauchen in die küstenfernen Meeresschutzgebiete der Ostsee“. Der Eintritt ist frei.
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