
Pressemitteilungen
Amazonas-Flussfahne:
Wo räuberische Mikroalgen ein Erfolgsmodell sind
In der riesigen Flussfahne des Amazonas leben mikroskopisch kleine Algen mit einer überraschend flexible Überlebensstrategie: Sie kombinieren Photosynthese mit der Aufnahme organischer Stoffe und sogar dem „Verzehr“ anderer Mikroorganismen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des IOW zeigt nun, dass diese Mixotrophie insbesondere am äußeren, weit im Meer gelegenen Rand der Flussfahne dominiert. Die Studie erschien kürzlich im Nature-Fachjournal „Communications Biology“ und beleuchtet einen bislang unterschätzten Mechanismus im Nahrungsnetz und Kohlenstoffkreislauf eines der größten flussbeeinflussten Meeresökosysteme.
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Wo räuberische Mikroalgen ein Erfolgsmodell sind
Internationales Forschertreffen zur Baltic Earth Konferenz auf Usedom
Alle zwei Jahre organisiert das internationale Forschungsnetzwerk Baltic Earth eine Konferenz in einem Ostsee-Anrainerstaat und bringt Teilnehmende mit verschiedenen Ostsee-Forschungsthemen zusammen. Dieses Jahr findet die Konferenz in Deutschland vom 13. bis 17. April 2026 in Heringsdorf auf Usedom statt. Sie wird vom Internationalen Baltic Earth Sekretariat am IOW und IOPAN organisiert und wurde kürzlich als offizielle Aktivität der UN-Ozeandekade anerkannt. Dies unterstreicht die Bedeutung der Konferenz für die Meeresforschung und für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Meeresumwelt.
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BRIESE-Preis 2025 für KI-Forschung zu Tiefseebergbau und damit verbundenen Umweltrisiken
Der BRIESE-Preis für Meeresforschung 2025 geht in diesem Jahr an Dr. Iason-Zois Gazis vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Die Jury würdigt damit seine herausragende Dissertation zur hochaufgelösten Kartierung von Manganknollen in 4500 Metern Wassertiefe und zur Überwachung von Sedimentwolken beim Tiefseebergbau. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG gestiftet und vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) wissenschaftlich betreut.
Warum sich die überdüngte Ostsee so schwer erholt – Neue IOW-Übersichtsarbeit zeigt zentrale Prozesse und Ursachen
Die Ostsee steht seit Jahrzehnten unter Druck: Zwar wurden die Einträge von Phosphor und Stickstoff aus Flüssen – Ursache der Überdüngung des Binnenmeeres – merklich reduziert. Doch Folgeerscheinungen wie Algenblüten und Sauerstoffmangel treten nach wie vor massiv auf und ziehen weitere ökologische Folgen nach sich. Forschende des IOW zeigen nun in einer umfassenden Zusammenschau, wie Nährstoffaltlasten, interne Stoffkreisläufe und Klimaerwärmung zusammenwirken, so dass Schutzmaßnahmen nur verzögert greifen. Gleichzeitig sehen sie Ansatzpunkte für wirksames Ostsee-Management.
Unterschätztes Kielwasser: Schiffsverkehr sorgt für mehr Wirbel in der Ostsee als gedacht
Kommerzieller Schiffsverkehr beeinflusst die Ostsee nicht nur an der Oberfläche, sondern greift auch erheblich in das System von Wassersäule und Meeresboden ein. Eine Studie des IOW und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zeigt jetzt erstmals, dass Kielwasser-Verwirbelungen großer Schiffe in stark befahrenen Gebieten der westlichen Ostsee sowohl die Wasserschichtung deutlich verändern als auch zu markanten Erosionen am Meeresgrund führen.
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