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Zustand der Ostsee

 

16. Februar 2026

Langzeitüberwachung der Nährstoffkonzentrationen in der Ostsee: Eine Analyse der seit den 1960er und 1970er Jahren erhobenen Daten der Konzentrationen der Nährstoffe Phosphat und Nitrat in der zentralen Ostsee zeigt die komplexen Zusammenhänge der Nährstoffkreisläufe mit den hydrographischen Bedingungen der Ostsee. Der Fokus der Analysen liegt auf Phosphat und betrachtet den Einfluss von Salzwassereinströmen aus der Nordsee sowie der Nährstofffrachten aus den Einzugsgebieten und aus der Atmosphäre auf den Nährstoffhaushalt des Oberflächen- und Tiefenwassers.

Joachim Kuss, Peter Holtermann, Lars Umlauf, Olaf Dellwig, Ralf D. Prien, Joanna J. Waniek (2026). The Changing Baltic Sea: Between Nutrient Load Reduction and a Warming Climate. Annu. Rev. Mar. Sci. 2026. 18:16.1–16.26, doi.org/10.1146/annurev-marine-040324-020707

 

06. Februar 2026

Historisch niedriger Wasserstand in der Ostsee: Seit Anfang Januar hat eine außergewöhnlich langanhaltende Ostwindlage den mittleren Wasserstand der Ostsee auf einen historischen Tiefstand sinken lassen. Messungen am schwedischen Pegel Landsort-Norra zeigen Werte, die so niedrig sind wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1886. Damit ist möglicherweise eine seltene ozeanographische Ausgangssituation für einen großen Salzwassereinstrom aus der Nordsee in die Ostsee gegeben. Ein solcher Einstrom könnte die physikalischen und chemischen Bedingungen in den tiefen Becken der zentralen Ostsee deutlich verändern.

Time series from 1960 to 2024 in the
Gotland deep water column (Kuss et al. 2026).