

Berichte zum Zustand der Ostsee
Unser viele Jahrzehnte währendes Langzeitdatenprogramm zur Umweltüberwachung erlaubt es uns, langfristige Veränderungen der hydrographischen, chemischen, geologischen und schließlich der darauf basierenden ökologischen Veränderungen mariner Habitate in der Ostsee nachzuweisen. Die gewonnenen Daten fließen in nationale und internationale Zustandseinschätzungen der Ostsee und Bewertungen zur Meeresstrategierahmenrichtlinie ein (z. B. HELCOM HOLAS) und bilden die Grundlage für zahlreiche wissenschaftliche Publikationen.
Hydrographisch-chemische Zustandseinschätzungen der Ostsee liegen seit 1969 jährlich vor. In die Berichte fließen die Daten des marinen Umweltüberwachungs-Messnetzes MARNET, die Daten von Verankerungen in der östlichen Gotlandsee, sowie Daten der jährlichen fünf Messfahrten auf der Ostsee entlang einer festen Route ein. Die jährlichen Berichte enthalten Informationen zu meteorologischen, hydrographischen, und chemischen Bedingungen entlang dieser Messroute.
Biologische Zustandseinschätzungen der Ostsee liegen seit 1997 jährlich vor. An den ausgewählten Stationen werden während der jährlichen fünf Messfahrten die Parameter Chlorophyll, Phytoplankton, Zooplankton und einmal jährlich das Makrozoobenthos untersucht. Die Ergebnisse der Datenanalysen werden jährlich als "Biologische Zustandseinschätzungen" veröffentlicht.
Für die Erhebung der hydrographischen, chemischen und biologischen Daten für das Umweltmonitoring werden jährlich im Februar, März, Mai, August und November Monitoringseereisen entlang einer festen Route von der Kieler Bucht, über die Mecklenburger Bucht in die Arkonasee, in das Bornholmbecken und in das östliche und westliche Gotlandbecken durchgeführt. Seit 2023 wird diese Reise im Mai erweitert bis in den Bottnischen Meerbusen. In den Fahrtberichten dieser Seereisen werden die erhobenen Daten beschrieben und erste Messergebnisse gezeigt.