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HSP-Amazon:
HSP-Amazon - Ertragskundliche Sekundärproduktion in der Amazonas-Flussfahne und im tropischen Nordatlantik

Laufzeit:
01.02.2027 - 31.01.2030
Gesamtkoordination:
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
Projektleitung (IOW):
Dr. Natalie Loick-Wilde
Finanzierung:
DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft
Forschungsbereich:
Projektpartner:
Joseph P. Montoya (Georgia Tech, USA)
Ana Fernández Carrera (ULPGC, Spain)

Die Menge der Zooplankton-Biomasse, die die Produktivität der Fischbestände und die Kohlenstoffbindung unterstützt, wird als Ertragskundliche Sekundärproduktion (engl. harvestable secondary production, HSP) bezeichnet. HSP ist ein wichtiger Aspekt des marinen Stickstoff-(N)-Kreislaufs und betrifft das Wachstum von Zooplankton auf der Grundlage der Primärproduktion, die N-Quellen von außerhalb der euphotischen Zone (z. B. durch Auftrieb oder Einträgen aus Flüssen) gedüngt wird, auch Neue Produktion genannt. Derzeit gibt es keinen Ansatz zur direkten Quantifizierung des Zooplanktonwachstums, der auf die gesamte Zooplanktongemeinschaft angewandt werden kann, wie es bei der Primärproduktion der Ozeane der Fall ist. Aus diesem Grund ist die HSP der am wenigsten bekannte Prozess in biogeochemischen Modellen. Mehr als 50 Jahre nach der ersten Methode zur Quantifizierung der Neuen Produktion im Ozean ermöglichen uns die jüngsten Entwicklungen in der Isotopenökologie nun erstmals eine empirische Quantifizierung der HSP auf Gemeinschaftsebene unter Verwendung des trophodynamischen Ansatzes. Im HSP-Amazon Projekt wird dieser Ansatz erstmals systematisch verfolgt, um grundlegende Wissenslücken über die ertragskundliche Sekundärproduktion im Meer zu schließen, wofür die Amazonasfahne mit seinen Habitat-spezifischen Änderungen im N-Kreislauf als natürliches Labor genutzt wird.