
BALTIC 2014:
BALTIC 2014: The 12th Colloquium on Baltic Sea Marine Geology
- Laufzeit:
- 08.09.2014 - 12.09.2014
- Gesamtkoordination:
- Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
- Projektleitung (IOW):
- Prof. Dr. Helge Arz
- Finanzierung:
- DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft
- Projektpartner:
-
none
Das im zweijährigen Turnus stattfindende Kolloquium zur marinen Geologie der Ostsee stellt eine Veranstaltungsreihe mit bereits langjähriger Tradition dar, das reihum von den Anrainerstaaten der Ostsee ausgerichtet wird und dem internationalen wissenschaftlichen Austausch zu aktuellen meeresgeowissenschaftlichen Forschungsfragen und -ergebnissen aus dem Ostseeraum dient. Die Themenbereiche variieren von Veranstaltung zu Veranstaltung und werden bei der diesjährigen Veranstaltung in fünf Komplexe gegliedert. Ein Themenblock wird die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Ostsee sein. Besonderes Augenmerk soll hier auf die Verknüpfung von Daten-basierten Rekonstruktionen und Modellierungsansätzen geworfen werden. Desweiteren steht dieses Thema auch im Zeichen der kürzlich abgeschlossenen IODP-Bohrkampagne in der Ostsee. Ein zweiter Themenkomplex behandelt die natürlichen und anthropogenen Einflüsse auf die Küstenformungsprozesse in der Ostsee. Ein dritter Teil widmet sich dem hochaktuellen Thema der flächenhaften Erfassung des Meeresbodens hin zu der Beschreibung von marinen benthischen Lebensräumen und der funktionellen Bewertung von Sedimenten. Der bereits in diesem Thema deutlich interdisziplinäre Charakter wird in einem vierten biogeochemischen Themenkomplex verstärkt. Hier werden die vielschichtigen biologisch-geochemischen Wechselwirkungen an der Sediment/Wasser-Grenze und im Sediment behandelt, die in der modernen Ostsee unter natürlichen und anthropogenen Einflüssen einen wesentlichen Anteil an der Ausprägung des Ökosystems haben. Dem vielfältigen historischen und rezenten Einfluss des Menschen auf den Untergrund der Ostsee wird schließlich in einem eigenen Themenkomplex Rechnung getragen. Es sind hiermit ingenieurtechnische Maßnahmen im Küstenbereich und offshore gemeint aber auch der Eintrag und Verbleib von Schad- und Gefahrenstoffen in den Sedimenten der Ostsee.