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Erfinderinnen-Camp 2026: Vier Tage voller Forschung, Technik und Teamgeist

Teilnehmerinnen des Erfinderinnen-Camps Ozeantechnologie 2026 beim Sortieren von Strandmüll, den sie für ein wissenschaftliches Strandmüllmonitoring gesammelt hatten
Teilnehmerinnen des Erfinderinnen-Camps Ozeantechnologie 2026 beim Sortieren von Strandmüll, den sie für ein wissenschaftliches Strandmüll-Monitoring gesammelt hatten (Foto: K. Kastell, IOW)

Wie funktioniert Meeresforschung? Welche technischen Lösungen helfen dabei, unsere Meere besser zu verstehen und nachhaltig zu nutzen? Und welche Menschen arbeiten eigentlich in der Ozeantechnologie? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 13 Schülerinnen im Alter von 14 bis 18 Jahren beim diesjährigen Erfinderinnen-Camp Ozeantechnologie. Vom 6. bis 9. Juli 2026 lernten sie am IOW sowie bei den Partnern des Ocean Technology Campus Rostock die Vielfalt der Meeresforschung und Meerestechnik kennen – und dies vor allem praktisch.

Zum Auftakt erhielten die Teilnehmerinnen im IOW eine Einführung in die Besonderheiten der Ostsee und aktuelle Forschungsfragen der Ozeantechnologie. Anschließend wurden sie selbst zu Wissenschaftlerinnen für Strandmüll-Monitoring: Dazu untersuchten sie eine Testfläche am Warnemünder Strand systematisch auf Müll, klassifizierten und dokumentierten ihre Funde und diskutierten anschließend Ursachen und Möglichkeiten zur Vermeidung von Meeresmüll.

Besonderes Highlight gleich am ersten Tag war der Besuch des Marine Science Centers in Hohe Düne mit seiner Robbenstation. Dort erhielten die Schülerinnen spannende Einblicke in die Arbeit mit den Tieren, deren Verhalten und Physiologie dort erforscht wird – auch um Erkenntnisse über Robbensensorik zu erhalten, die sich als Vorbild für technische Entwicklungen eignen könnte.

Im Mittelpunkt der nächsten beiden Tage am IOW und am Lehrstuhl für Meerestechnik der Universität Rostock stand die Meeresmesstechnik: Die Schülerinnen bauten eigene kleine Messstationen und -geräte, programmierten Sensoren und beschäftigten sich mit der Erfassung und Verarbeitung von Messdaten. Selbstgebaute Prototypen konnten in Wassertanks getestet und Tauchroboter in der Warnow selbst gesteuert werden, um nach invasiven Australischen Kalkröhrenwürmern zu suchen.

Aufgelockert wurde das Programm des Erfinderinnen-Camps auch durch spielerische Formate wie die interaktive Rallye in der Ostseeausstellung des IOW und das Planspiel „Mission 2050 Ozean“ zu Folgen des Klimawandels und möglichen technologischen Lösungsansätzen.

Den Abschluss am letzten Tag bildete ein Blick auf Studien- und Berufswege. Beim Besuch des Digital Ocean Lab des Fraunhofer-Instituts für Grafische Datenverarbeitung sowie in einer Gesprächsrunde mit Frauen aus Forschung und Unternehmen der Ozeantechnologie erhielten die Schülerinnen persönliche Einblicke in unterschiedliche Karrierewege, Arbeitsalltag und berufliche Erfahrungen. Beim gemeinsamen Mittagessen ergaben sich zahlreiche Gespräche, die viele Teilnehmerinnen nachhaltig beeindruckten.

Die "Nachwuchserfinderinnen" beeindruckten durch die Begeisterung, mit der sie an die unterschiedlichen Aufgaben herangingen. Aus einer Gruppe von Schülerinnen, die sich zunächst nicht kannten, entwickelte sich innerhalb weniger Tage eine engagierte Gemeinschaft, die gemeinsam experimentierte, diskutierte, tüftelte und sich gegenseitig unterstützte.

Organisiert wurde das Erfinderinnen-Camp Ozeantechnologie vom IOW im Rahmen des Zukunftsclusters Ocean Technology Campus Rostock und gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus Forschung und Wirtschaft durchgeführt.

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