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Forschungsfahrt nach Namibia zum Benguela-Auftriebsgebiet gestartet

Das Forschungsschiff Meteor.
Auf einer Expedition mit dem Forschungsschiff Meteor wird das Benguela-Auftriebsgebiet erforscht. (Foto: IOW / R. Prien)

Am 12. Februar 2026 startete das Forschungsschiff „Meteor“ von Las Palmas (Gran Canaria, Spanien) aus zur Expedition M217. Mit an Bord: Ein 26-köpfiges interdisziplinäres Team aus Forschenden des IOW, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Universität Hamburg, das die Messungen und Probenahmen durchführen wird.

Auf der vierwöchigen Forschungsfahrt unter der Fahrtleitung des Physikalischen Ozeanographen Marcus Dengler (GEOMAR) werden die zwei IOW-Wissenschaftler Volker Mohrholz und Toralf Heene Verankerungsarbeiten von sogenannten CTD-Messsystemen durchführen. Diese Messsysteme sind fest am Meeresgrund verankert und gewinnen Daten zur Temperatur, dem Salzgehalt und der Sauerstoffkonzentration im Meerwasser. Ziel der Messungen ist es, die Langzeit-Dynamik des Benguela-Auftriebsgebiets besser zu verstehen. Der Benguela-Strom ist eine Meeresströmung im östlichen Südatlantik, vor den Küsten Südafrikas, Namibias und Angolas. Der Auftrieb von nährstoffreichem Tiefenwasser ermöglicht hier ein sehr produktives Ökosystem, das für seinen Fischreichtum bekannt ist und große wirtschaftliche Bedeutung für die Küstenstaaten besitzt.

Laut dem Physikalischen Ozeanographen Volker Mohrholz werden die Verankerungen im Auftriebsgebiet vor Namibia bereits seit 20 Jahren betrieben. Sie sind besonders wichtig, weil es aus dieser Region vor Afrika nur wenige Langzeitdaten gibt. Die mit den automatischen Messsystemen erhobenen Daten stellen eine sehr wichtige Datengrundlage zur Beurteilung von langfristigen Veränderungen im Auftriebsgebiet dar. Volker Mohrholz erklärt, dass die erhobenen Daten auch Forschenden des Namibischen National Marine Information and Research Center (NatMIRC) für regionale Studien und Umweltüberwachungsaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Zudem vergleicht er das Auftriebsgebiet in einigen Punkten mit der Ostsee. Denn ähnlich wie in der Ostsee gibt es auch vor Afrika zunehmend Wasserbereiche mit Sauerstoffmangel (Hypoxie). Die vor Afrika gewonnenen Daten können demzufolge auch zur Aufklärung lokaler Prozesse in der Ostsee beitragen.

Bei der Expedition handelt es sich um eine der letzten Forschungsfahrten der „Meteor III“, die in Zukunft durch die „Meteor IV“ ersetzt wird. Auch deshalb hat die Forschungsfahrt eine hohe Bedeutung für das Forschungsteam.

Setzen einer Verankerung

Eine Verankerung von CTD-Messsystemen wird gesetzt. (Foto: IOW / V. Mohrholz)

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