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IOW beteiligt sich an RoOT Summer School 2026

Teilnehmende der RoOT Summer School vor dem IOW-Forschungsschiff Elisabeth Mann Borgese
Teilnehmende der RoOT Summer School vor dem IOW-Forschungsschiff Elisabeth Mann Borgese (Foto: IOW)

Vom 29. Juni bis 10. Juli 2026 fand die fünfte internationale Rostock Ocean Technology Summer School, kurz RoOT Summer School, statt. Für die 14 Teilnehmenden aus neun Nationen standen die Herausforderungen und Chancen der Offshore-Windenergie im Spannungsfeld zwischen Klimazielen und dem Schutz mariner Ökosysteme im Mittelpunkt. Das IOW beteiligte sich mit Beiträgen zur Forschung auf See, zum Ostsee-Umweltmonitoring und zu möglichen Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die Ostsee. Die RoOT Summer School findet alljährlich seit 2022 statt und bietet Nachwuchsforschenden sowie Berufseinsteiger praxisnahe Einblicke in Meeresforschung und Meerestechnologie. Ausgerichtet wird sie von den Partnerinstitutionen des Ocean Technology Campus Rostock.

Die erste Summer School-Woche widmete sich insbesondere den Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Planung und Errichtung von Offshore-Windparks. Einen ersten Einblick in die maritim geprägte Arbeitswelt von Forschung und Technologie erhielten die Teilnehmenden bei einem Besuch des IOW-Forschungsschiffes „Elisabeth Mann Borgese“. An Bord erfuhren sie, wie Forschungsexpeditionen geplant und durchgeführt werden und wie wissenschaftliches Arbeiten auf See aussieht. Darüber hinaus stellte die IOW-Transferbeauftragte Regine Labrenz die interdisziplinäre Ostseeforschung des Instituts vor. IOW-Forscher Sjard Wucherpfennig erläuterte am Beispiel der Offshore-Forschungsplattform FINO II, wie langfristige Messungen in Windparkgebieten Daten für die Energie- und Umweltforschung liefern.

Weitere Beiträge bei einem Schwerpunkttag in Warnemünde, den das IOW gemeinsam mit Fachleuten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie gestaltete, befassten sich mit der Meeresraumplanung, der Entwicklung von Offshore-Flächen sowie mit Unterwasserlärm, seinen Auswirkungen auf Meeressäuger und technischen Möglichkeiten, die Lärmemissionen beim Bau von Offshore-Windenergieanlagen zu verringern.

In den darauffolgenden Tagen traten die zentralen Voraussetzungen für einen möglichst umweltverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie in den Fokus. So lernten die Teilnehmenden weitere ökologische, technische und gesellschaftliche Aspekte der Windenergienutzung auf See kennen. Dazu gehörten unter anderem Methoden zur Beobachtung von Fischen sowie Diskussionen über Tourismus, gesellschaftliche Akzeptanz und unterschiedliche Nutzungsinteressen bei der Planung von Offshore-Windparks. In diesen Zusammenhang fügte sich ein weiterer Summer School-Beitrag des IOW ein: Meeresphysiker Hans Burchard gab Einblicke in die physikalische Ozeanographie der Ostsee und erläuterte Prozesse, die für Wasseraustausch, Vermischung und Belüftung von Bedeutung sind. Dabei diskutierte er auch, wie großflächige Offshore-Strukturen diese Prozesse beeinflussen könnten.

Ergänzt wurde die erste Woche durch verschiedene Praxisangebote. Dazu gehörten der Bau von Messsystemen, eine Ausfahrt mit dem Forschungskatamaran „Limanda“ und der Besuch der Robbenforschungsstation der Universität Rostock sowie ein Workshop am Strand. Dort planten die Teilnehmenden exemplarisch einen Offshore-Windpark und mussten dabei unter anderem Seekabel, Schutzgebiete, Fischereiinteressen und Maßnahmen zur Lärmvermeidung berücksichtigen.

Nach der Analyse der Herausforderungen rückten in der zweiten Woche Lösungsansätze für die Planung und Errichtung von Windparks in den Vordergrund. Ein Projekttag befasste sich mit dem Einsatz maschinellen Lernens in Planungsprozessen. In einem Design Sprint entwickelten die Teilnehmenden eigene Ideen und Prototypen. Unternehmensbesuche ergänzten das Programm um Perspektiven aus Planung, Fertigung und Umweltmonitoring.

Am Abschlusstag präsentierten die Arbeitsgruppen die Ergebnisse ihres Design Sprints. Eine Feedbackrunde bildete den Abschluss der zweiwöchigen Summer School und lieferte zugleich Anregungen für die nächste Ausgabe. Auch künftig soll die RoOT Summer School internationalen Nachwuchstalenten die vielfältige Expertise des Ocean-Technology-Standortes Rostock vermitteln und den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden fördern.

» Weitere Informationen zur RoOT Summer School 2026

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