KOFI: Studie zur Entwicklung von Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität nach Ausschluss der Fischerei im Natura2000-Gebiet Fehmarnbelt

Unser Projekt

Schleppnetzfischerei hat starke Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaft am Meeresgrund. Nicht nur durch die Entnahme von Biomasse, sondern auch durch das Umgraben der Sedimente wird das Ökosystem erheblich gestört. Im Fehmarnbelt Natura2000 Schutzgebiet ist die mobile grundberührende Fischerei (MGF) untersagt worden und dem Ökosystem damit die Möglichkeit gegeben, sich zu erholen. Im KOFI-Projekt wird nun untersucht, wie sich der Ausschluss der MGF auf die Biodiversität und die langfristige Speicherung von Kohlenstoff in Biomasse und Sedimenten auswirkt. Untersucht werden Stationen im Schutzgebiet und im angrenzenden Referenzgebiet mit noch aktiver Fischerei. Hierzu wird die Entwicklung der benthischen Artengemeinschaft dokumentiert, Geoakustik zur Kartierung von Schleppnetz-Scherbrettspuren eingesetzt und Sedimentkerne sowie Bodenwasser untersucht zur Bestimmung der Sedimentationsrate und Speicherkapazität von sedimentären Kohlenstoff.

Zeigt Foto von einem Schleppnetz das über den Meeresboden gezogen wird und dabei eine große Sedimentwolke verursacht.
Foto: Ein Schleppnetz wirbelt am Meeresboden Sediment auf. (Quelle: Thünen-Institut)

News & Events

Ausfahrt Prince Madog 01.10. - 06.10.2026

Zeigt ein blau und weiß bemaltes Schiff bei der Hafeneinfahrt. Auf der Seite des Schiffes sieht man den Roten Drachen von Wales.
Forschungsschiff Prince Madog

Mit Beginn des Herbstes sind Mayya Gogina und Linn Speidel ein weiteres Mal zum Fehmarnbelt aufgebrochen. Diesmal mit dem walisischen Forschungsschiff Prince Madog und dem Benthos-Team vom IOW. Trotz der späten Jahreszeit blieb das Meer ruhig, sodass konnten neben vier Station vom Sommer auch sechs neue Stationen an der östlichen Grenze des Schutzgebietes angefahren werden konnten. Es wurden Sediment- und Bodenwasserproben genommen, eDNA von der Wassersäule gewonnen und die Benthosgemeinschaft beprobt. Mit den Daten von der neuen Stationen erweitern wir unser Untersuchungsgebiet deutlich und können die Effekte durch grundberührende Fischerei im Fehmarnbelt mit höherer Auflösung untersuchen.

NDR - "Das Rote Sofa" berichtet über Schleppnetzfischerei im Fehmarnbelt

Vom Forschungsschiff aus wird mit Hydroakkustik (hell blauer Schalllinien) die Schleppspuren von Netzen am Meeresboden erfasst.
NDR - Hydroakustik zur Katierung des Meeresbodens

Am 30.09.2026 brachte der NDR in der Sendung "Das Rote Sofa" einen großartigen Beitrag zur Problematik der Schleppnetzfischrei. Dank Peter Feldens aus dem Kofi-Team, konnte der massiven Eingriff in das Ökosystem des Meeresbodens, sowie die mangelde Kontrolle der Schleppnetzfischerei im Schutzgebiet Fehmarnbelt deutlich gemacht werden. NDR - Fehmarnbelt: Trotz Verbot wird wird im Schutzgebiet weitergefischt

Ausfahrt EMB398 02.07. - 15.07.2026

Foto vom Forschungsschiff Elisabeth Mann Borgese wie sie über das ruhige Meer fährt in der Abendämmerung.
Forschungsschiff Elisabeth Mann Borgese

Anfang Juli haben Judith Pointek und Mayya Gogina auf der Fahrt 398 der Elisabeth Mann Borgese  erfolgreich Proben und Daten für das KOFI-Projekt gesammelt. Insgesamt wurden sechs Stationen im  Schutzgebiet Fehmarnbelt und im Referenzgebiet untersucht. Neben dem Sammeln von Sediment- und Bodenwasserproben wurden weitere geoakustische Kartierungen durchgeführt, sowie Inkubationsexperimente zur Sauerstoffzehrung im Sediment an Bord durchgeführt.

Kick-off-Meeting 21.04.2026

Gruppen Foto von 13 Personen vor dem Haupteingang des IOW Gebäudes

Mit dem Kick-off-Meeting startet nun offiziell das KOFI-Projekt. Gemeinsam mit Vertretern des BfN wurden einen Tag lang die Methoden, Herausforderungen und Ziele besprochen. Wir danken allen Teilnehmenden für den angeregten Austausch und freuen uns darauf, mit der Arbeit zu beginnen.

Publikationen

Hier sehen Sie in naher Zukunft unsere Publikationen