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Pressemitteilungen

IOW-Forschung verbessert Vibrionen-Frühwarnung an der Ostsee mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und Drohnen

Im Einsatz am Warnemünder Strand bei einem der Drohnentestflüge zur Verbesserung der Vibrionen-Frühwarnung: Laurenz Walden,  Madhusmita Dash und Janet Pissulla vom IOW

Das Auftreten des für Menschen potenziell gefährlichen Meeresbakteriums Vibrio vulnificus in der Ostsee lässt sich mittels Künstlicher Intelligenz (KI) erstmals bis zu fünf Wochen im Voraus vorhersagen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam unter Leitung des IOW, das hochaufgelöste Umwelt-, Satelliten- und Mikrobiomdaten kombinierte und per KI auswertete. Die in „Water Research“ publizierte Studie zeigt, dass sich so Risikoperioden deutlich präziser eingrenzen lassen als bisher.

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Forschung macht Schule: Citizen Science-Projekt „Warnow-Sonde“ geht an den Start

Schulkinder in orangen Warnwesten schauen dem Wissenschaftler Sven Hille vom IOW zu, der ihnen eine Messsonde zeigt.

Mit der Übergabe der ersten sogenannten „Warnow-Sonde“ an eine Schülergruppe der Rostocker Borwinschule startete heute offiziell ein Citizen-Science-Projekt zur Umweltbeobachtung in der Unterwarnow. Die Sonde erfasst kontinuierlich verschiedene physikalisch-chemische Parameter im Flusswasser, die – langfristig ausgewertet – wichtige Erkenntnisse zu Klimawandelfolgen liefern können.

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Binnenmeere weltweit sind stark vom Klimawandel betroffen

Die Ostsee ist eines der Binnenmeere, die im Hinblick auf Effekte des Klimawandels untersucht wurden.

Unter Leitung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) wurde erstmals mit Klimasimulationen untersucht, wie 19 Binnenmeere, auch die Ostsee, auf den Klimawandel reagieren. Die Forschenden fanden heraus, dass die Meere sich seit den 2000er Jahren schneller erwärmen als der globale Ozean. Projektionen zeigen, dass marine Hitzewellen schon Mitte des 21. Jahrhunderts im Jahresmittel ca. 60 % dieser Meere betreffen werden. Ohne Einhaltung der Pariser Klima-Ziele wären bis zu 90 % der Meere von Hitzewellen betroffen. Die Studie trägt zur Anpassung des Managements im Rahmen des Klimawandels bei und wurde in der Fachzeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht.

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Amazonas-Flussfahne:
Wo räuberische Mikroalgen ein Erfolgsmodell sind

Mikroskop-Foto einer Wasserprobe mit Plankton der Amazonas-Flussfahne

In der riesigen Flussfahne des Amazonas leben mikroskopisch kleine Algen mit einer überraschend flexible Überlebensstrategie: Sie kombinieren Photosynthese mit der Aufnahme organischer Stoffe und sogar dem „Verzehr“ anderer Mikroorganismen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des IOW zeigt nun, dass diese Mixotrophie insbesondere am äußeren, weit im Meer gelegenen Rand der Flussfahne dominiert. Die Studie erschien kürzlich im Nature-Fachjournal „Communications Biology“ und beleuchtet einen bislang unterschätzten Mechanismus im Nahrungsnetz und Kohlenstoffkreislauf eines der größten flussbeeinflussten Meeresökosysteme.

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Internationales Forschertreffen zur Baltic Earth Konferenz auf Usedom

Fahne des internationalen Forschungsnetzwerks Baltic Earth

Alle zwei Jahre organisiert das internationale Forschungsnetzwerk Baltic Earth eine Konferenz in einem Ostsee-Anrainerstaat und bringt Teilnehmende mit verschiedenen Ostsee-Forschungsthemen zusammen. Dieses Jahr findet die Konferenz in Deutschland vom 13. bis 17. April 2026 in Heringsdorf auf Usedom statt. Sie wird vom Internationalen Baltic Earth Sekretariat am IOW und IOPAN organisiert und wurde kürzlich als offizielle Aktivität der UN-Ozeandekade anerkannt. Dies unterstreicht die Bedeutung der Konferenz für die Meeresforschung und für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Meeresumwelt.

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Ansprechpersonen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

 

Dr. Kristin Beck
Tel.: 0381 5197 135

 

Dr. Matthias Premke-Kraus
Tel.: 0381 5197 102

 

Dr. Sonja Ehlers
Tel.: 0381 5197 109


E-Mail-Kontakt:
prenullsse@iow.de

News

Internationales Forschertreffen zur Baltic Earth Konferenz auf Usedom

Vom 13. bis 17. April 2026 fand die 6. Baltic Earth Konferenz in Heringsdorf auf Usedom in Deutschland statt. Insgesamt kamen 127 Teilnehmende für die Konferenz nach Heringsdorf, unter diesen waren 51 Nachwuchsforschende. Für einige Teilnehmenden handelte es sich um die erste Konferenz, an der sie bisher teilgenommen haben. Die Teilnehmenden kamen aus 14 Ländern: Deutschland, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Finnland, Schweden, Dänemark, Belgien, Ukraine, Frankreich, Italien, China und den USA.

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