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Interview

Pressemitteilungen

Planetary Health Check 2026: Warum ein intakter Meeresboden für das Erdsystem zählt

KI-Grafik, die verdeutlicht, dass Schiffsverkehr gravierende Auswirkungen auf den Ostseegrund hat: Schraubenwasser wirbelt feine Sedimente auf, während sich rund um größere Steine erosionsbedingte Vertiefungen bilden.

Der Meeresboden ist Lebensraum, Kohlenstoffspeicher und Schaltstelle für globale Stoffkreisläufe, doch menschliche Eingriffe reichen heute von der Küste bis in die Tiefsee. Fischerei, Rohstoffabbau, Schifffahrt und Infrastruktur zerstören Lebensgemeinschaften, wirbeln Sedimente auf und mobilisieren gebundenen Kohlenstoff. Mit einem neuen Kapitel zu „Seafloor Integrity“ – erstellt von Forschenden des IOW, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung – rückt der Planetary Health Check 2026 die Meeresbodengefährdung und die Bedeutung für das Erdsystem erstmals umfassend in den Fokus.

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Ökosysteme lesen wie ein Buch: KI-Methode macht verborgene Muster in mikrobiellen Gemeinschaften der Warnow sichtbar

Ein Jahr lang beprobten Forschende, wie hier gezeigt, zweimal pro Woche 14 Probenpunkte an Warnow und Ostsee, analysierten das Mikrobiom und erfassten zusätzlich Umweltparameter.

Mikrobielle Gemeinschaften reagieren sensibel auf Umweltveränderungen, doch ihre enorme Vielfalt macht ökologische Muster schwer erkennbar. Ein Forschungsteam des IOW zeigt nun, dass sich eine ursprünglich für Textanalysen entwickelte KI-Methode erfolgreich zur Untersuchung komplexer Umweltproben einsetzen lässt. Das Verfahren bewahrte ökologische und funktionelle Informationen ähnlich gut wie klassische Verfahren und war diesen teilweise sogar überlegen.

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Aktionstag zum Internationalen Tag der Meeresschutzgebiete in Warnemünde

Menschen die fischen und forschen

Anlässlich des Internationalen Tages der Meeresschutzgebiete beteiligt sich das IOW am 1. August 2026 in Warnemünde an einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisierten Programm an mehreren Ostsee-Standorten. Eine Mitmachaktion am Strand am Nachmittag lädt zum Erkunden von Probennahme-Methoden und zum Entdecken der oftmals unbekannten Flora und Fauna in der Strandzone ein; parallel ist die Ausstellung in der IOW-Villa geöffnet. Ab 18 Uhr folgt die BfN-Abendveranstaltung „Wissen schafft Schutz – Abtauchen in die küstenfernen Meeresschutzgebiete der Ostsee“. Der Eintritt ist frei.

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Das Schweizermesser der Korallen: Was ihre Wimpern alles können

Schwarze Korallen bilden Unterwasserwälder, hier in 70 Metern Tiefe rund um die Insel Lanzarote, Spanien.

Ein internationales Team unter Leitung von Forschenden des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie und des IOW untersuchte, wie die Form schwarzer Korallen die Funktion ihrer Wimpern beeinflusst. Durch eine Kombination außergewöhnlich vieler Bildgebungs- und Mikrosensorverfahren machten die Forschenden Wasserströmung und Sauerstofftransport von einzelnen Wimpern bis hin zu ganzen Korallenfragmenten sichtbar: Die Wimpern erzeugen und lenken Wasserströmungen um und in den Korallen und optimieren so Sauerstoffversorgung, Nahrungsaufnahme und internen Stofftransport. Die Studie erschien jetzt im Fachjournal Communications Biology.

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Nordstream, Mikroplastik, Seegraswiesen und Klimawandel – „Warnemünder Abende 2026“ finden wieder statt

Wolkiger Abendhimmel zur "Blauen Stunde" über der Warnow-Mündung und der Ostsee bei Warnemünde, im Hintergrund das grüne Warnemünder Molenfeuer

Das IOW lädt auch in diesem Jahr wieder zu seiner beliebten Sommervortragsreihe „Warnemünder Abende“ ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IOW sowie befreundeter Institutionen präsentieren eine vielseitige Themenpalette aus ihrer aktuellen Forschungsarbeit und freuen sich auf lebhaften Austausch mit dem Publikum.

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Ansprechpersonen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

 

Dr. Kristin Beck
Tel.: 0381 5197 135

 

Dr. Sonja Ehlers
Tel.: 0381 5197 109


E-Mail-Kontakt:
prenullsse@iow.de

News

23. Küsten-Sommerschule

Dieses Jahr war das IOW der Hauptorganisator der 23. Coastal Summer School, die vom 12. bis 22.09.2026 auf der Insel Hiddensee stattfand. Die Sommerschule wurde zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und dem Helmholtz-Zentrum Hereon (Geesthacht) organisiert. Das Thema der Sommerschule war 'Environmental monitoring-a powerful tool for sustainable management of our seas'.

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