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Interview

Pressemitteilungen

Von Grönland per „Ozean-Express“ in die Tiefsee: Seetang hat großes Potenzial als effizienter Kohlenstoffspeicher

Grönländische Seetang-Bestände, wie der hier gezeigte Blasentang, der auch an deutschen Meeresküsten zu Hause ist, können einen großen Beitrag zu dauerhafter Kohlenstoffspeicherung leisten und so beim Klimaschutz helfen.

Die Seetangwälder an Grönlands Küste leisten vermutlich einen weitaus größeren Beitrag zur globalen Kohlenstoffspeicherung als bisher gedacht. Das ist das Ergebnis einer neuen, gemeinsam vom IOW und Helmholtz-Zentrum Hereon geleiteten Studie. Durch Analyse von Satellitenbildern, Driftbojen-Daten und hochauflösenden Strömungsmodellen konnte ein internationales Forschungsteam zeigen, wie Ozeanströmungen und intensive, winterliche Durchmischung dazu führen, dass der Tang – und damit auch der darin gebundene Kohlenstoff – dauerhaft in die Tiefsee gelangt.

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Pilze infizieren Stickstoff-fixierende Blaualgen

Die fadenförmige Blaualge Dolichospermum spec. (hier Pink fluoreszierend) ist vom parasitären Pilz (Grün eingefärbt) infiziert.

Unter Federführung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) wurde der Einfluss parasitärer Pilze auf die Physiologie und das Überleben von Blaualgen (Cyanobakterien) in der Ostsee untersucht. Solche Infektionen sind bereits aus Seen bekannt. Durch die hohe Nährstoffbelastung der Ostsee kommt es regelmäßig zu hohen Vorkommen teils giftiger Cyanobakterien (Algenblüten) deren Abbau zu Sauerstoffmangel führt. Cyanobakterien spielen eine wichtige Rolle für den Stickstoffkreislauf, da einige von ihnen Stickstoff fixieren und so Nährstoffkonzentrationen in der Ostsee zusätzlich erhöhen. Der Artikel wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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Mehr Seegras in der Ostsee Dank Künstlicher Intelligenz – Auftakt-Tagung für Forschungsprojekt SEAGUARD am IOW

Seegraswiese in der Ostsee

Wie können Seegraswiesen in der Ostsee mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) möglichst effizient und klimaresilient renaturiert werden? Diese Frage steht im Zentrum des Forschungsprojekts SEAGUARD, das vom IOW koordiniert wird und diesen Sommer startete. Das Vorhaben bringt Meeresforschung, Data Science und Umweltmanagement zusammen und wird bis November 2027 im Rahmen der KI-Leuchtturminitiative des Bundesumweltministeriums mit knapp 1,8 Mio. Euro gefördert.

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Die Küste der Ostsee im Anthropozän: Modell für Folgen des Klimawandels

Ein Lander mit verschiedenen Sensoren wird von einem Forschungsschiff ins Wasser abgesenkt, um Messungen am Grund der Ostsee durchführen zu können.

Unter Federführung des IOW wurden in einem Übersichtsartikel der Zustand der Ostseeküste und ihre durch den Klimawandel zu erwartende Entwicklung aufgezeigt. Der Artikel verdeutlicht, dass die Ostsee als Modell für Folgen des Klimawandels dienen kann und dass interdisziplinäre Forschung nötig ist, um Veränderungen ihrer flachen Küstenzonen zu untersuchen. Ein Fokus liegt hierbei auf der Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Küstenbereich und offenem Meer.

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Klimawandel fördert Ausbreitung von Vibrionen: IOW-Studie zeigt globale Verbreitungsmuster

Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme von Bakterien der Art Vibrio vulnificus

Der für Menschen potenziell gefährliche Wundbranderreger Vibrio vulnificus ist natürlicher Bestandteil von Meeresplankton. Das IOW hat jetzt erstmals eine umfassende Analyse zu seiner globalen Verbreitung vorgelegt. Diese zeigt, dass das Pathogen in fast allen Küstenregionen der Welt auftritt, vermehrt jedoch bei vergleichsweise hohen Wassertemperaturen, mittleren Salzgehalten und in absterbenden Algenblüten. Die Studie liefert außerdem ein Vorhersagemodell, mit dem sich künftige Klimawandel-bedingte Veränderungen der Vibrionen-Verbreitung abschätzen lassen.

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Ansprechpersonen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

 

Dr. Kristin Beck
Tel.: 0381 5197 135

 

Dr. Matthias Premke-Kraus
Tel.: 0381 5197 102

 

Dr. Sonja Ehlers
Tel.: 0381 5197 109


E-Mail-Kontakt:
prenullsse@iow.de

News

Neue Wege für Benthos-Monitoring in der Ostsee:
Projekt BenthQual nimmt Fahrt auf

Am 10. März 2026 startete das Projekt BenthQual mit der ersten Probennahme in seine aktive Forschungsphase. Ziel des Vorhabens ist, alle bekannten Makrozoobenthos-Organismen des Ostseegrundes genetisch zu erfassen und molekularbiologische Monitoring-Methoden für diese Tiergruppe weiterzuentwickeln. Das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderte Projekt ist seit dem 1. Dezember 2025 am IOW angesiedelt und läuft bis Ende November 2030.

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