

Ostsee-Monitoring
Das IOW-Langzeitbeobachtungprogramm mit seinen fünf jährlichen Schiffsexpeditionen auf der Ostsee ist ein fester Bestandteil des IOW-Forschungsprograms (2024-2033) insbesondere der Forschungsbereich „Küstenmeere im Wandel – Gegenwart, Vergangenheit und Zukunftsperspektiven“. Es dient der Erhebung von Langzeitdaten zur Veränderlichkeit der hydrographischen, chemischen und biologischen Situation im jahreszeitlichen Wandel vom Seegebiet der Westlichen Ostsee bis in die zentrale Ostsee und nördlichen Regionen. Die Dichte des Stationsnetzes wird durch die Erfordernisse der physikalischen Untersuchungen zur Dynamik des Wasseraustausches und der Ostsee-Zirkulation bestimmt. Chemisch-biologische Untersuchungen in einzelnen Becken beschränken sich auf ausgewählte Schlüsselstationen. Zusätzlich werden außerdem Dauermessstationen im MARNET-Messnetz betrieben, die das räumliche Bild in zeitlich hoher Auflösung ebenso ergänzen wie während der Fahrten ausgelegte und wieder geborgene BGC-Argo Floats.
Unser Langzeitbeobachtungprogramm führt kontinuierlich seit 1969 aufgebaute Zeitreihen an Schlüsselstationen fort. Die Ergebnisse bilden die erforderliche Grundlage für eine Erforschung der natürlichen Variabilität des Ökosystems Ostsee, der anthropogenen Einflüsse und der Auswirkungen des Klimawandels, und sind somit für die Erfüllung des Stiftungsauftrages des IOW unverzichtbar. Alle gewonnenen Daten stehen der Forschung und Allgemeinheit frei zugänglich in Datenbanken des Instituts (IOWDB), des Umweltbundesamtes (MUDAB) sowie im internationalen Rahmen bei ICES/HELCOM zur Verfügung und Unterstützen die Kooperationen im Ostseeraum und die umweltpolitischen Bewertungen des Ökosystemzustandes der Ostsee. Im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Hamburg und Rostock (BSH) liefert das Messprogramm den deutschen Beitrag zur Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee im Rahmen des Helsinki-Abkommens (HELCOM).