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IOW · NewsletterJuli / August 2026 |
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Themen |
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News » Briese-Preis 2025 » 6. Baltic Earth-Konferenz » KI-Metadatenextraktion in Sequenzdatenbanken » Köpfe » Neue IOW-Direktorin » Neues Beiratsmitglied » Neue Projekte » Projekt KOFI zu Fischereiausschluss » Projekt BenthQual: Genetisches Benthos-Monitoring » Neues aus dem S2B » IOW forscht im Great Barrier Reef » Expeditionen » Forschungsfahrt nach Namibia » Benthos-Monitoring-Expedition » Veranstaltungen » Warnemünder Abende 2026 » IOW beim MPA Day » Wissenschaftlicher Nachwuchs » Baltic Earth Summer School 2026 » Coastal Summer School 2026 » Öffentlichkeitsarbeit » Girls’ Day & Lange Nacht der Wissenschaft » Schulprojekt Warnow-Sonde » IOW bei MV-Ostseetagen » Publikationen » Pilze infizieren Blaualgen » Seetang als Tiefsee-CO2-Speicher » Kielwasser-Effekte in der Ostsee » Neue Studie zur Ostsee-Überdüngung » Räuberische Mikroalgen im Amazonas » Drohnen und KI zur Vibrionen-Vorwarnung » Ausschreibungen » Briese-Preis 2026 |
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Ostseeforschung, die Verbindungen schafft |
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Meeresforschung lebt von Entdeckergeist, Ausdauer und dem Blick für Zusammenhänge zwischen dem Leben am Meeresgrund, der Dynamik von Wassermassen und Stoffkreisläufen sowie der Frage, wie Lebewesen und menschliche Eingriffe marine Ökosysteme prägen. Der aktuelle Newsletter zeigt einmal mehr, wie vielfältig diese Arbeit am IOW ist: Im Mittelpunkt stehen neue Projekte und Methoden für die Ostseeforschung, aktuelle Erkenntnisse zu Biodiversität, Stoffkreisläufen und menschlichen Einflüssen sowie Forschungsarbeiten, die unsere Perspektive auf andere Küsten- und Meeresräume erweitern. Besonders freue ich mich über die vielen Beispiele, in denen unsere Arbeit Verbindungen schafft: zwischen Grundlagenforschung und gesellschaftlichen Fragen, zwischen regionaler Verantwortung für die Ostsee und internationaler Zusammenarbeit, zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Sichtbar wird das in neuen Citizen-Science-Aktivitäten und Veranstaltungen in Warnemünde, in aktuellen Publikationen zu drängenden Umweltfragen, im internationalen wissenschaftlichen Austausch und im BRIESE-Preis, der exzellente Nachwuchsforschung in der Meereswissenschaft würdigt. Dieser Newsletter gibt einen Einblick in aktuelle Entwicklungen, Projekte, Menschen und Ergebnisse am IOW. Ich wünsche allen viel Freude beim Lesen und hoffe, dass die Beiträge zeigen, wie viel wissenschaftliche Neugier, methodische Vielfalt und gemeinsame Verantwortung für die Meere in unserer Arbeit stecken. Herzlich, Heide Schulz-Vogt | Direktorin |
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News |
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Briese Preis 2025 für Forschung zu Tiefseebergbau |
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Der von der Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG gestiftete und vom IOW betreute BRIESE-Preis für Meeresforschung 2025 wurde am 19. Februar 2026 am IOW an Dr. Iason-Zois Gazis vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel verliehen. Die Jury würdigte damit seine herausragende Dissertation zur hochaufgelösten Kartierung von Manganknollen in 4500 Metern Wassertiefe und zur Überwachung von Sedimentwolken beim Tiefseebergbau. |
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Internationales Forschertreffen: 6. Baltic Earth-Konferenz auf Usedom |
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Vom 13. bis 17. April 2026 fand die 6. Baltic Earth Konferenz in Heringsdorf auf Usedom statt. Zielgruppe war die internationale Forschungscommunity des Baltic Earth-Netzwerks, das sich mit wissenschaftlichen Fragen befasst, die für Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Ostsee-Region von Bedeutung sind. Organisiert wurde die Konferenz vom IOW, dem Institute of Oceanology Polish Academy of Sciences (IOPAN) und dem Internationalen Baltic Earth Sekretariat (IBES). |
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Wie kann KI helfen, Sequenzdatenbanken besser zu erschließen? |
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Am 25./26. Juni 2026 fand am IOW der erste Workshop einer NFDI4Biodiversity-Netzwerkaktivität zum Thema „KI-Tools zur Metadatenextraktion in Sequenzdatenbanken“ statt. Rund 30 Fachleute aus Forschungsdatenmanagement, Wissenschaft und Wirtschaft kamen zusammen, um zu diskutieren, wie Metadaten in Sequenzdatenarchiven mittels KI künftig besser auffindbar, vergleichbar und für spezifische Forschungsfragen nutzbar gemacht werden können. Finanziert für ein Jahr wird die Netzwerkaktivität (kurz: AIMS) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). |
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Köpfe |
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Wechsel an der IOW-Spitze: Heide Schulz-Vogt wird neue Direktorin |
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Am 1. Januar 2026 übernahm Heide Schulz-Vogt die wissenschaftliche Leitung des IOW. Die international renommierte Meereswissenschaftlerin ist dem Institut seit vielen Jahren eng verbunden und war zuletzt stellvertretende Direktorin. Sie folgt im Amt auf Oliver Zielinski, der als wissenschaftlicher Geschäftsführer zum Helmholtz-Zentrum Hereon wechselte. Schulz-Vogt führt das IOW als Interimsdirektorin; parallel dazu wird die Direktorenstelle in einem Berufungsverfahren neu besetzt. |
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Neu im wissenschaftlichen Beirat des IOW: Elda Miramontes |
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Prof. Dr. Elda Miramontes, Expertin für Marine Geowissenschaften am MARUM, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, ist seit 1. Januar 2026 neues Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des IOW. |
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Neue Projekte |
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Was ändert sich durch Fischereiausschluss am Ostseegrund? Projekt KOFI geht an den Start |
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Am 21. April 2026 trafen sich am IOW erstmals die am Projekt KOFI beteiligten Forschenden zum wissenschaftlichen Projektstart. Ziel von KOFI ist, nach dem Ausschluss mobiler grundberührender Fischerei im Natura2000-Gebiet Fehmarnbelt die Entwicklung der Biodiversität von Benthos-Lebensgemeinschaften sowie der Kohlenstoffspeicherung im Sediment zu untersuchen. Laufzeit: 01.11.2025 – 31.03.2030 · Projektleitung (IOW): Klaus Jürgens · Förderung: Bundesamt für Naturschutz (BfN) |
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Neue Wege für Benthos-Monitoring in der Ostsee: Projekt BenthQual nimmt Fahrt auf |
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Am 10. März 2026 startete das Projekt BenthQual mit der ersten Probennahme in seine aktive Forschungsphase. Ziel des Vorhabens ist, alle bekannten Makrozoobenthos-Organismen des Ostseegrundes genetisch zu erfassen und molekularbiologische Monitoring-Methoden für diese Tiergruppe weiterzuentwickeln. Laufzeit: 01.12.2025 – 30.11.2030 · Projektleitung (IOW): Michael Zettler · Förderung: Bundesamt für Naturschutz (BfN) |
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Neues aus dem S2B |
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IOW untersucht die Physiologie australischer Korallen |
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Mit dem interdisziplinären Shore To Basin (S2B) Projekt zur Küstenforschung engagiert sich das IOW neben seinem Ostsee-Schwerpunkt auch in internationalen Projekten der Grundlagenforschung - so auch bei Freilanduntersuchungen zur Physiologie von Korallen in den Riffen von Heron Island, die Teil des australischen Great Barrier Reef sind. |
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Expeditionen |
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Forschungsfahrt nach Namibia zum Benguela-Auftriebsgebiet gestartet |
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Am 12. Februar 2026 startete das Forschungsschiff „Meteor“ von Las Palmas (Gran Canaria, Spanien) aus zur Expedition M217. Mit an Bord: Ein 26-köpfiges interdisziplinäres Team aus Forschenden des IOW, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Universität Hamburg. Die mitreisenden IOW-Wissenschaftler führten Verankerungsarbeiten von CTD-Messsystemen durch. |
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Forschungsfahrt zum Benthos-Monitoring in der Ostsee gestartet |
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Am 04. Juli 2026 startete das Forschungsschiff „Elisabeth Mann Borgese“ von Rostock aus zur Expedition EMB398. Während der 12-tägigen Forschungsfahrt nahmen die 11 Mitglieder des IOW-Teams Proben für die Bestandsaufnahme benthischer Organismen, für Umwelt-DNA-Analysen und für weitere molekularbiologische Untersuchungen. |
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Veranstaltungen |
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| 📅 Juli / August 2026 | ||
Warnemünder Abende 2026 – Ostseeforschung für Jedermann |
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Die Sommervortragsreihe „Warnemünder Abende“ des IOW geht auch in diesem Jahr wieder an den Start. Zwischen 9. Juli und 27. August laden Forschende des IOW und befreundeter Institutionen alle Ostsee-Interessierten ein, aktuelle Ostseeforschung zu entdecken. |
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| 📅 01.08.2026 | 14:00 – 17:00 Uhr | 18:00 – 20:15 Uhr | ||
Internationaler Tag der Meeresschutzgebiete: Das IOW ist mit dabei |
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Anlässlich des Internationalen Tages der Meeresschutzgebiete - oder auch MPA Day (MPA = Marine Protected Areas) - organisiert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) an verschiedenen Ostsee-Standorten Aktivitäten, um über Meeresschutzgebiete zu informieren und darüber, warum sie dringend gebraucht werden. Das IOW feiert den MPA Day mit einer bunten Mitmachaktion am Warnemünder Strand, bei der Besucher:innen jeden Alters verschiedene Beprobungsmethoden kennenlernen, das oft unbekannte Leben in der Strandzone mit bloßem Auge oder Mikroskop erkunden und mit IOW-Expert:innen ins Gespräch kommen können. Parallel dazu ist die Ausstellung in der IOW-Villa geöffnet. Unter dem Motto „Wissen schafft Schutz - Abtauchen in die küstenfernen Meeresschutzgebiete der Ostsee“ organisiert das BfN im IOW zusätzlich eine Abendveranstaltung mit Vortrag und Themeninseln. |
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Wissenschaftlicher Nachwuchs |
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| 📅 17.08.2026 – 24.08.2026 | ||
12. Baltic Earth Summer School „Climate of the Baltic Sea region“ |
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Die internationale Sommerschule richtet sich an Masterstudierende der Meereswissenschaften und verwandter Fächer und findet auf der schwedischen Insel Askö statt. |
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| 📅 12.09.2026 – 22.09.2026 | ||
Coastal Summer School 2026 „Environmental monitoring – A powerful tool for sustainable management of our seas” |
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Das IOW richtet die internationale Sommerschule für Master-Studierende, Promovierende und Postdocs auf der Insel Hiddensee gemeinsam mit den Helmholtz-Zentren Hereon und Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung aus. |
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Öffentlichkeitsarbeit |
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Girls' Day und Lange Nacht der Wissenschaften: IOW weckt Neugier auf Meeresforschung |
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Am 23. April 2026 stand beim IOW alles im Zeichen der Neugier auf Wissenschaft: Während tagsüber 14 Schülerinnen beim Girls' Day am IOW Meeresforschung aus nächster Nähe erlebten, präsentierte sich das Institut am Abend einem breiten Publikum bei der Rostocker Langen Nacht der Wissenschaften auf dem Südstadtcampus der Universität Rostock. |
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Citizen Science-Projekt „Warnow-Sonde“ geht an den Start |
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Mit der Übergabe der ersten sogenannten „Warnow-Sonde“ an eine Schülergruppe der Rostocker Borwinschule startete am 20. Mai 2026 offiziell ein Citizen-Science-Projekt zur Umweltbeobachtung in der Unterwarnow. |
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Das IOW beteiligte sich an landesweiten MV-Ostseetagen |
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Unter dem Motto „Horizonte erweitern“ fanden vom 10. bis 19. Juni 2026 auf Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern erstmals die MV-Ostseetage statt. Landesweit präsentierten Institutionen und Organisationen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft Projekte, Partnerschaften und Ideen, die aus übergreifender Zusammenarbeit im Ostseeraum entstanden sind. Auch das IOW war mit dabei: Bei der Auftaktveranstaltung in Greifswald stellte das Institut im Pavillon „Meeresschutz und Nachhaltigkeit“ das Lernmodul Plasticschool für Schulklassen vor und beim Bürgerdialog mit MV-Europaministerin Bettina Martin im Greifswalder Dom repräsentierte Sven Hille vom IOW-Wissenschaftsmanagement auf dem Podium die Ostseeforschung. Während der MV-Ostseetage war außerdem die Ausstellung in der IOW-Forschungsvilla täglich geöffnet. Zusammen mit der EUCC - Die Küsten Union Deutschland präsentierte das Institut dort zusätzlich zu den Dauerexponaten auch eindrucksvolle Videos über Menschen, deren Leben vom nachhaltigen Umgang mit dem Meer geprägt ist, und stellte das Projekt SeaStore vor, bei dem es um Schutz, Erhalt und Wiederansiedlung von Seegraswiesen geht. |
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Publikationen |
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Pilze infizieren Stickstoff fixierende Blaualgen |
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Unter Leitung des IOW wurde der Einfluss parasitärer Pilze auf die Physiologie und das Überleben von Blaualgen (Cyanobakterien) in der Ostsee untersucht. Der Ressourcenverlust der Wirtszellen an Stickstoff und Kohlenstoff durch solche Pilzinfektionen könnte sich direkt auf deren Überlebensfähigkeit und so auf das zukünftige Auftreten von Blaualgenblüten auswirken. Referenz:
Feuring, A., Lawrence, C. D., Salcedo, J., Whitehouse, M. J., Vogts, A., Zoccarato, L., Klawonn, I. (2026). Fungal parasites infecting N2-fixing cyanobacteria reshape carbon and N2 fixation and trophic transfer. Nature Communications.
https://doi.org/10.1038/s41467-025-67818-x Wissenschaftlicher Kontakt: Isabell Klawonn
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Grönland-Seetang hat großes Potenzial als effizienter Tiefsee-Kohlenstoffspeicher |
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Die Seetangwälder an Grönlands Küste leisten vermutlich einen größeren Beitrag zur globalen Kohlenstoffspeicherung als bisher gedacht. Das ist das Ergebnis einer gemeinsam vom IOW und dem Helmholtz-Zentrum Hereon geleiteten Studie. Das internationale Forschungsteam konnte zeigen, wie Ozeanströmungen und winterliche Durchmischung dazu führen, dass der Tang - und so auch der darin gebundene Kohlenstoff - dauerhaft in die Tiefsee gelangt. Referenz:
Daniel F. Carlson, Nobuhiro Suzuki, Ruben Carrasco, Karen Filbee-Dexter, Laura C. Gillard, Paul G. Myers, Ana M. Queirós, Jorge Assis, Carlos M. Duarte, Mikael Sejr, Dorte Krause-Jensen (2026): Ocean transport and vertical mixing connect Greenland’s macroalgae to deep ocean carbon sinks. Science of the Total Environment 1012, 181247
https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2025.181247 Wissenschaftlicher Kontakt: Daniel Carlson
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Schiffskielwasser sorgt für mehr Wirbel in der Ostsee als gedacht |
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Kommerzieller Schiffsverkehr beeinflusst die Ostsee nicht nur an der Oberfläche, sondern greift auch erheblich in das System von Wassersäule und Meeresboden ein. Eine Studie des IOW und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zeigt jetzt erstmals, dass Kielwasser-Verwirbelungen großer Schiffe in stark befahrenen Gebieten der westlichen Ostsee sowohl die Wasserschichtung deutlich verändern als auch zu markanten Erosionen am Meeresgrund führen. Referenz:
Jacob Geersen, Peter Feldens, Luisa Rollwage, Lenya Baumann, Knut Krämer, Patrick Westfeld, Sebastian Krastel, Soeren Ahmerkamp, Franz Tauber, Jens Schneider von Deimling (2026): Ship wake induced water column mixing and meter-scale seabed erosion in the Baltic Sea. Nature Communications.
https://doi.org/10.1038/s41467-026-68875-6 Wissenschaftlicher Kontakt: Jacob Geersen · Jens Schneider von Deimling
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Warum sich die überdüngte Ostsee so schwer erholt – Neue IOW-Studie zeigt zentrale Prozesse und Ursachen |
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Die Einträge von Phosphor und Stickstoff in die Ostsee - Ursache der Überdüngung des Binnenmeeres - wurden in den letzten Jahrzehnten merklich reduziert. Doch Folgeerscheinungen wie Algenblüten und Sauerstoffmangel treten nach wie vor massiv auf. Forschende des IOW zeigen nun in einer umfassenden Zusammenschau, wie Nährstoffaltlasten, interne Stoffkreisläufe und Klimaerwärmung zusammenwirken, so dass Schutzmaßnahmen nur verzögert greifen. Gleichzeitig sehen sie Ansatzpunkte für wirksames Ostsee-Management. Referenz:
Joachim Kuss, Peter Holtermann, Lars Umlauf, Olaf Dellwig, Ralf D. Prien, & Joanna J. Waniek (2026). The Changing Baltic Sea: Between Nutrient Load Reduction and a Warming Climate. Annu. Rev. Mar. Sci. 2026. 18:16.1–16.26,
https://doi.org/10.1146/annurev-marine-040324-020707 Wissenschaftlicher Kontakt: Joachim Kuss
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Amazonas-Flussfahne: Wo räuberische Mikroalgen ein Erfolgsmodell sind |
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In der Flussfahne des Amazonas leben mikroskopisch kleine Algen mit überraschend flexibler Überlebensstrategie: Sie kombinieren Photosynthese mit der Aufnahme organischer Stoffe und sogar dem „Verzehr“ anderer Mikroorganismen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des IOW zeigt nun, dass diese Mixotrophie insbesondere am äußeren, weit im Meer gelegenen Rand der Flussfahne dominiert. Referenz:
Ana Fernández-Carrera, Noémie Choisnard, Dirk Wodarg, Iris Liskow, Ajit Subramaniam, Joseph P. Montoya, Maren Voss, Natalie Loick-Wilde (2026). Mixotrophy emerges as an optimal strategy in mature waters of the Amazon River plume. Communications Biology,
https://doi.org/10.1038/s42003-026-09893-4 Wissenschaftlicher Kontakt: Ana Fernández-Carrera · Natalie Loick-Wilde
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IOW-Forschung verbessert Vibrionen-Frühwarnung an der Ostsee mit Hilfe von Drohnen und KI |
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Das Auftreten des für Menschen potenziell gefährlichen Bakteriums Vibrio vulnificus lässt sich mittels KI erstmals bis zu fünf Wochen im Voraus vorhersagen. Zu diesem Ergebnis kommt ein IOW-Forschungsteam, das hochaufgelöste Umwelt-, Satelliten- und Mikrobiomdaten per KI auswertete. Auf dieser Basis testet das IOW aktuell ein KI-gestütztes Drohnen-Messprogramm für lokale Vibrionen-Warnsysteme an Mecklenburg-Vorpommerns Küsten. Referenz:
Conor Christopher Glackin, David Riedinger, Erik Zschaubitz, Lukas Vogel, Theodor Sperlea, Heike Benterbusch, Clara Nietz, Matthias Labrenz (2026): AI-driven forecasting of Vibrio vulnificus in the Southern Baltic Sea using high-resolution data. Water Research 297, 125647.
https://doi.org/10.1016/j.watres.2026.125647 Wissenschaftlicher Kontakt: Daniel Herlemann · Matthias Labrenz
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Ausschreibungen |
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Ausschreibung Briese-Preis für Meeresforschung 2026 |
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Gemeinsam mit dem IOW vergibt die Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG jährlich den „BRIESE-Preis für Meeresforschung“. Seit 2010 werden damit herausragende Promotionen ausgezeichnet, deren Ergebnisse in engem Zusammenhang mit dem Einsatz von Forschungsschiffen, der Verwendung und Entwicklung von Meerestechnik und / oder der Datenerhebung auf See stehen. Zum ersten Mal sind jetzt 10.000 Euro statt 5.000 Euro ausgelobt. Das Preisgeld stiftet die Briese-Reederei. Bewerbungen für den Briese-Preis 2026 können bis 31.10.2026 eingereicht werden. |
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