
Arne Estelmann
Seestrasse 15
D-18119 Rostock
Expertise
Unsere Wahrnehmung des Ozeans ist auf die uns zur Verfügung stehenden Methoden beschränkt: wir können nur untersuchen, was wir auch erfassen können. Sensoren sind hier ein echter Gamechanger, weil sie vor Ort (in situ) eingesetzt werden können, die örtliche und zeitliche Auflösung erhöhen und auf modernen ferngesteuerten oder autonomen Plattformen nutzbar sind.
Als PhD-Student in der Gruppe chemische in-situ Sensorik bin ich zwischen der Entwicklung und dem Einsatz solcher Sensoren situiert. Mein Fokus liegt auf der Messung von gelöstem Methan in der Wassersäule. Methan, das zweitwichtigste fossile Treibhausgas, lässt sich in der Atmosphäre durch IR-Absorptionsmethoden mit hoher Genauigkeit und Richtigkeit quantifizieren. In der gelösten Phase ist dies ungleich schwieriger.
In meinem PhD vergleiche ich die verschiedenen erhältlichen Methansensoren bezüglich ihrer Performance im Oberflächenwasser. Darüber hinaus beschäftige ich mich mit Responszeit-Effekten und Daten-Entfaltung. In den vergangenen Jahren habe ich außerdem an der Entwicklung eines neuartigen Methansensors auf Basis von Brechungsindexänderungen (Oberflächenplasmonenresonanz, SPR) beschäftigt.
Interessen
- In situ Sensorik gelöster Gase
- Methankreislauf und Methan-Austausch mit der Atmosphäre
- Responszeit-Verhalten chemischer in situ Sensoren
- Datenfaltung und -entfaltung
- Zusammenhang von Brechungsindex, Dichte, absolutem und praktischem Salzgehalt des Meerwassers
Verschiedene in situ Sensoren für gelöstes Methan.