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Georg Sebastian Völker

Georg Sebastian Voelker
© Rövensthal
Adresse
Leibniz-Institut für Ostseeforschung
Seestrasse 15
D-18119 Rostock
Telefon
+49 381 5197 272
E-Mail
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Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter im Leibniz-Institut für Ostseeforschung und beschäftige mich mit der Vorhersage des Klimas in der Ostseeregion. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den genutzten Klimamodellen und den Auswirkungen auf das Leben der Menschen in der Region.

Dynamik der Erdsystems - vom Wetter bis zum Klima

Das Erdsystem ist mit der Atmosphäre, den Ozeanen, den Land- und Eismassen, und der beinahe allgegenwärtigen Flora und Fauna eines der komplexesten Systeme, die wir kennen. Doch sind wir ständig davon abhängig. Nicht nur begründet es die Grundlage unseres Lebens, es formt auch unsere Kultur, unsere Gesellschaft und deren Entwicklung, und unseren Wohlstand.

Das Klima zu verstehen, ist somit zentral für unsere Gesellschaft, im Großen wie im Kleinen. Globale Erdsystemmodelle sind häufig mit Gitterweiten von mehr als 100 km erstellt und können regionale Veränderungen nicht abdecken. Außerdem sind sogenannte Parametrisierungen, also Einbindungen vereinfachter Modelle von Effekten, die das Modell nicht abbilden kann, häufig mit Unsicherheiten behaftet.

Darum beschäftige ich mich mit drei Kernthemen

  1. Die Modellentwicklung und die Darstellung subgitterskalischer Dynamik sind ein Bauteil, um die Genauigkeit unserer Modelle zu verbessern und die mit den Modellen verbundenen systematischen Unsicherheiten zu verstehen und zu reduzieren.
  2. Die Kalibrierung unseres Erdsystemmodells ist der wichtigste Schritt, um die Zusammenhänge im System zu verstehen und Fehler zu reduzieren.
  3. Mit kalibrierten Modellen können wir globale Klimavorhersagen auf die Ostseeregion beziehen und genauere Vorhersagen für die lokalen Gegebenheiten treffen. Dabei steht vor allem der praktische Nutzen der Vorhersagen im Vordergrund.

Wissenschaft, Politik und Gesellschaft

Das Klima, insbesondere im Austausch mit den Menschen, ist ein komplexes System, welches voneinander abhängige Phänomene aller Art umfasst. Durch die Koabhängigkeit dieser Teile des Systems sind die Effekte auf das gesamte System durch die individuellen Teile in der Regel nur schwer einzuschätzen. Um sich dem anzunähern, wird eine Vielzahl von Sichtweisen benötigt. Wissenschaftliche Perspektiven bieten dabei eine wichtige Quelle auf dem Weg zu Handlungsentscheidungen für das Individuum, die Wirtschaft und die Politik.

Der Kommunikation von aktuellem Wissen und Fachinhalten kommt somit eine besondere Bedeutung zu. Eine der zentralen Voraussetzungen ist das Vertrauen in Informationsquellen. Auch gilt zu beachten, dass die kommunizierten Inhalte in der Regel nur an eine kleine Gruppe weitergegeben wird, eine große Menge an Empfängern kommt nur indirekt mit einer dann bereits abgeänderten Form der Information in Kontakt. Der soziopolitische Kontext hat in diesem Fall einen großen Einfluss auf die Verarbeitung der Informationen.

Schnittstellen zwischen der Politik und der Wissenschaft sind eine besondere Form der Wissenschaftskommunikation. Sie unterliegen den gleichen konzeptionellen Bedingungen. Die Beachtung des soziopolitischen Kontexts und die transparente, sowie dem Kontext angepasste Kommunikation mit der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft und mit der Öffentlichkeit sind wichtige Aspekte dieser Arbeit.

Institutionelle Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik sollten daher im Sinne ihrer Effektivität schon bei der Konstruktion auf den entsprechenden Kontext zugeschnitten sein. Zum Beispiel wird die Ausstattung der Schnittstelle mit entsprechenden Mitteln und Leitlinien oder Vorgaben benötigt.

Georg Sebastian Völker

wissenschaftlicher Angestellter

Dynamik regionaler Klimasysteme

Das Erdsystemmodell IOW-ESM

Dokumentation

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Voices for Science der Amerikanischen Geophysik Union

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